Schafhalter beschließen Stärkung ihres Interessenverbandes
Mit Sondermitgliedsbeitrag soll erfolgreiche Arbeit intensiviert werden
Die Berufsschafhalter in Deutschland wollen die einheitliche Interessenvertretung der Schafhalter - die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) mit Sitz im Deutschen Bauernverband (DBV) - stärken. Die Arbeit dieser berufsständischen Organisation, die die unterschiedlichen Interessen der Berufsschafhalter, der Nebenerwerbsschafhalter und Hobbybetriebe beim Bund und bei der EU vertritt und auf Landesebene durch die Landesschafzuchtverbände unterstützt wird, soll intensiviert werden. Der Dachverband der deutschen Schafzucht und -haltung wurde 1934 gegründet.
Über einen Sondermitgliedsbeitrag wollen die Berufsschafhalter öffentliches Auftreten und Effizienz der Lobbyarbeit des VDL stärken. Mehrheitlich vertritt man die Meinung, dass die bisher erfolgreiche Arbeit durch eine Bündelung und damit Stärkung effizienter fortgesetzt werden kann als durch die Gründung eines speziellen neuen Verbandes. Eine Aufsplittung nach Berufs- und Nebenerwerbsschafhaltern wurde eindeutig als falsches Signal angesehen, zumal die Themen auf der politischen und wirtschaftlichen Agenda in der Regel alle Schafhalter betreffen würden.
Alle Schafhalter und besonders diejenigen, die die verbandspolitischen Erfolge nutzen, wurden von den Berufsschafhaltern aufgefordert, diese Initiative zu unterstützen, damit Küstenschutz und Landschaftspflege mit Schafen bundesweit erhalten bleibt und die heimische Lammfleischproduktion nicht weiter an Marktanteilen verliert.