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02.02.2006

Regionale Konzentration in der Putenhaltung ist typisch

Herkunfts- und Etikettierungssystem ist wichtiges Marketinginstrument

Im Rahmen einer Putenfachtagung der Firma Elanco Animal Health gab Dr. Albert Hortmann-Scholten von der Landwirtschaftskammer Weser-Ems einen Überblick über die Tendenzen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen am deutschen Putenmarkt. Die Putenfleischerzeugung in Deutschland zeichne sich durch hohe regionale Konzentrationen aus, so der Referent. Nahezu die Hälfte der Bestände (10,8 Mio. Stück) sei in Niedersachsen zu finden. Auch die leistungsfähigsten Betriebsstrukturen seien in Norddeutschland zu Hause.

Trotz steigendem Putenfleischverbrauch in den letzten Jahren hätten die Mäster mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen zu kämpfen. Insbesondere das Jahr 2004 sei aufgrund der stark gestiegenen Futterkosten durch rote Zahlen gekennzeichnet gewesen. In 2005 habe man eine Stabilisierung, wenn auch auf niedrigem Niveau, verzeichnen können. Gleichzeitig habe sich gezeigt, wie stark sich gerade in solch angespannten Situationen die Qualität des Managements auf den wirtschaftlichen Erfolg auswirke. So errechne sich z.B. aus einer Verbesserung der durchschnittlichen Tagezunahmen um fünf Gramm ein höherer Deckungsbeitrag von 55 Cent je Pute, eine Verkürzung der Mastperiode um einen Tag bei gleichen Mastendgewichten erhöhe den wirtschaftlichen Erfolg um 11 Cent je Pute.

Als unverzichtbares Marketinginstrument zum langfristigen Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Putenmast bezeichnete Hortmann-Scholten ein durchgängiges Herkunfts- und Etikettierungssystem, vor allem und gerade wegen der im Weltvergleich relativ hohen Produktionskosten. Friederike Krick (agrar-press)