
Landwirte arbeiten im Mittel 52 Stunden pro Woche Foto: agrar-press
Landwirte haben 53-Stunden-Woche
Selbstständige in der Landwirtschaft müssen im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen länger arbeiten. Darauf hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hingewiesen und beruf sich dabei auf Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis.
So arbeiteten selbstständige Landwirte im Jahr 2008 durchschnittlich 53,9 Stunden in der Woche. Selbstständige im Bereich des produzierenden Gewerbes kamen nur auf 44,7 Stunden, während in der Gruppe der Selbstständigen aller Wirtschaftsbereiche die ermittelte Arbeitszeit mit 42,4 Stunden noch etwas kürzer ausfiel.
Eine Besonderheit sei die Gruppe der „mithelfenden Familienangehörigen“ in der Landwirtschaft, erklärte der Verband. Mit 30,8 Stunden Arbeitszeit in der Woche leisteten sie genau so viele Stunden ab wie Angestellte (31,8) und Arbeiter (31,7) in anderen Wirtschaftsbereichen. Bei den mithelfenden Familienangehörigen handele es sich vor allem um die Ehefrauen und Kinder der Landwirte, manchmal aber auch um die Eltern des Betriebsleiters oder andere Verwandte, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben lebten und arbeiten.
Diese Personengruppe habe in keinem anderen Wirtschaftsbereich eine solche Bedeutung wie in der Landwirtschaft, betonte der Verband. Vor allem in viehhaltenden Betrieben, aber auch insbesondere während der Erntezeit seien die Familienmitglieder unersetzlich, denn ohne sie könnte die auf den Höfen tägliche anfallende Arbeit in den meisten Fällen nicht bewältigt werden.