Kritik am Beschluss der Agrarminister zur Blauzungenkrankheit
Bund und Länder sind stärker gefördert
Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat wie die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände sowie der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter mit Kritik auf den Beschluss der Agrarministerkonferenz in der vergangenen Woche reagiert, bei der lediglich weitere Untersuchungen zur Blauzungenkrankheit angekündigt wurden. Scheinbar werden die durch die Tierseuche tausendfach in Existenznot geratenen Schafhalter, die aktiven Küsten-, Landschafts- und damit Naturschutz betreiben, ignoriert.
Bereits jetzt ist für die betroffene Schafwirtschaft ein finanzieller Schaden von vier bis fünf Millionen Euro festzustellen. Ein Sofort-Hilfsprogramm und die vorbereitende Entwicklung eines Impfplans wären als Ergebnis der Agrarministerkonferenz angesichts des Ausmaßes der Tierseuche notwendig gewesen. Die drei Verbände fordern Bund und Länder auf, schnellstmöglich wirksame Hilfen in Richtung Impfpolitik und finanzielle Unterstützung zu geben.