
Kälberaufzucht in den USA – Können wir etwas davon lernen?
Jede Kuh hat eine eigene separate Abkalbebucht! Jedes frisch geborene Kalb wird direkt von der Mutter getrennt!
Die Kuh kann sich direkt mit der Aufnahme von Wasser und Futter beschäftigen. Die Untersuchungen zeigten ein „leichteres in Milch und ins Fressen kommen“ der Kühe!
Wenn das Kalb bei der Mutter verbleibt, fängt die Kuh nicht bzw. später an zu fressen. Sie beginnt mit der Bildung von Milch und verdünnt dadurch die Biestmilch im Euter.
Das Kalb kommt direkt in ein hygienisch einwandfreies Iglu!
Das Kalb wird sofort mit 3 – 4 l Biestmilch gedrencht! Die Biestmilch wird abgemolken und sofort verabreicht. Lässt man die Milch 20 Minuten stehen, verdoppeln sich bei 20° C Raumtemperatur die Zahl der Keime und Bakterien.
Die Qualität der Biestmilch wird bereits durch die Fütterung vor dem Abkalben bestimmt. Deshalb ist eine optimierte Vitamin – und Mineralstoffversorgung in dem Zeitraum von entscheidender Bedeutung!
Die Resorptionspforte ist für die Immunoglobuline max. für 4 Stunden offen.
Verbleibt das Kalb in der Abkalbebucht , können die dort aufgenommenen krankmachenden Bakterien und Keime (Eiweißkörper) ebenfalls in der Zeit durch die enzymatische Pforte eindringen.
Nach der Biestmilch wird den Kälbern eine Milchaustauschertränke oder pasteurisierte Milch angeboten. In der 6. Woche erhalten die Kälber noch 2 x 2 l MAT und in der 7. Woche 1 x 2 l MAT je Tag. Vor der Umstallung in die Gruppe, müssen die Tiere den Übergang von der Milch zum Kraft – und Rauhfutter vollständig geschafft haben. Andernfalls darf zu diesem frühen Zeitpunkt nicht umgestallt werden.
Die Kälber werden 8 Wochen separat in einem Iglu gehalten!
Jedes Iglu hat zwei Eimer, ein Eimer für die Milch und das Wasser und ein Eimer für das Kraftfutter.
Das Kraftfutter wird ab dem 4. Lebenstag angeboten und besteht aus Weizenflocken, gemahlener Gerste, ganzen Maiskörnern und Mineralstoffen.
Frisches und sauberes Wasser wird ebenfalls ab dem 4. Lebenstag angeboten.
Die Kälberverluste liegen bei diesem Verfahren unter 5%.
Grundvoraussetzung für den Erfolg = Konsequentes Arbeiten auf einem hohen Hygieneniveau!