Betriebsreportage
27.11.2002

Induzierte Legepause bei Hennen

Welche Vorteile entstehen durch eine induzierte Legepause (Mauser)?

Durch eine Reduzierung des Nähr- und Wirkstoffangebotes kann eine Unterbrechung der Legetätigkeit herbeigeführt werden. Nach der Legepause (3 - 4 Wochen) kann eine Leistungsspitze von 10 % über der Legeleistung bei Einleitung der Mauser erwartet werden.

Vorteile der Mauser liegen in einem durchschnittlichen höheren Eigewicht bei verbesserter innerer und äußerer Eiqualität. Die 2. Legeperiode sollte dabei zur Wahrung der Wirtschaftlichkeit mindestens 7 Monate betragen.

Zur Einleitung der Mauser sind mehrere Methoden bekann, die alle mit einer Futterumstellung verbunden sind. Neben einer Kalziumarmen Ration kann auch Getreide in ganzer oder gebrochener Form (Mais) gegeben werden. An diesen Tagen sollten die Hühner ca. 5 g Austernschalen pro Tag erhalten. Dadurch werden die Schalen der noch anfallenden Eier verbessert und die Hühner bleiben in besserer Kondition. Wenn ganze Getreidekörner, z.B. Hafer, gefüttert werden, ist auch Quarzgrit zur besseren Zerkleinerung im Muskelmagen zu empfehlen.

Zur Beruhigung der Hennen sollte außerdem die Beleuchtungsdauer reduziert werden. Das früher übliche Verfahren des Futter- und Wasserentzuges ist verboten. Wichtig ist es, dass die Hennen während der Mauser ca. 25 bis 30 % des Körpergewichtes verlieren. Die Dauer der Mauser ist vom Typ der Hennen und dem Ernährungszustand vor der Mauser abhängig. Zur Wiedereinleitung der Legetätigkeit wird dann wieder vollwertiges Legehennenfutter gegeben und die Beleuchtungsdauer erhöht.