Hofeigene Mischungen in der Geflügelfütterung
Die Basis für die Geflügel-Eigenmischungen auf dem Hof ist das selbst erzeugte Getreide. In den Mischungen liefert es in erster Linie die Futterenergie für die Futterrationen. Das hofeigene Getreide wird mit Sojaschrot, Sojaöl und einem Ovital-Mineralfutter zu hochwertigen Alleinfuttern kombiniert.
Die Phasenfütterung
Um das Leistungspotential heutiger Legehybriden auszuschöpfen, ist die Phasenfütterung und damit die Anpassung der Rohprotein-, Aminosäuren-, Calcium-, Phosphorund Linolsäuregehalte an den sich ändernden Bedarf der Hühner erforderlich. Während die Legehennen zu Beginn der Legeperiode noch wachsen und schnell ihr maximales Leistungsniveau erreichen sollen, ist das Maximum der Eimasseproduktion etwa mit der 40. Lebenswoche überschritten.
Eine Überversorgung der Hennen in dieser Phase wird nicht in mehr Leistung umgesetzt, sondern lediglich in Körperfett, wodurch wiederum der Erhaltungsbedarf erhöht wird. Da sich im Verlauf der Legeperiode das Leistungsniveau der Legehennen also stark verändert, ist ebenfalls leicht erkennbar, dass eine angepasste Fütterungsstrategie auch wirtschaftlich (Futterkosten) große Vorteile bietet.
Ein weiterer Aspekt, der in der zweiten Hälfte der Legeperiode hinzukommt, ist die sinkende Fähigkeit, Calcium aus dem Futter in Eischalen umzuwandeln. Dieser Tatsache kann durch die Erhöhung der Calciumquelle Rechnung getragen werden.
Als Getreidekomponenten kommen in erster Linie Weizen und Mais sowie Gersten- und Roggenanteile in Frage.
Um für eine gute Futterhygiene auch bei längerer Lagerung zu sorgen, ist es wichtig, die Futtermischung mit Schaumasil zu stabilisieren.
Dies ist auch im Hinblick auf die Farbsicherheit des Eidotters von entscheidender Bedeutung.
Aufzucht mit Ovital A
Die Junghennenaufzucht stellt die Weichen für die spätere Leistung der Hennen. Aus diesem Grund ist bei der Rationsgestaltung mit Ovital A auf besondere Sorgfalt zu achten. Die Aufzuchtfütterung sollte in zwei Phasen, die Kükenaufzucht und Junghennenfütterung,
aufgeteilt werden.
Der Einsatz der Säurekombination SchaumaCid unterstützt die hohe Leistungsfähigkeit der hofeigenen Futtermischungen in der Aufzuchtphase.
Leistungsfähige Eigenmischungen mit Tri-Ovital
Als Abschluss der Aufzuchtphase und Beginn der Legeperiode hat es sich bewährt, mit einem Übergangsfutter, einem sogenannten Starterfutter, zu arbeiten. Dies erfolgt am besten ab der 20. Lebenswoche mit einer Tri-Ovital-Mischung. Die Vorteile eines Legestarterfutters liegen in den erhöhten Rohprotein- und Aminosäurengehalten sowie dem höheren Energiegehalt (gegenüber Legefutter), was den Bedürfnissen der bereits legenden Hennen zugute kommt. Der Wechsel auf das Legefutter I sollte spätestens in der 28. Lebenswoche erfolgen. In der ersten Phase sollte das Legefutter einen Energiegehalt zwischen 11,2 - 11,6 MJ umsetzbare Energie haben und minimal 17 Prozent Rohprotein bei 4 g Methionin je kg Futter.
Allerdings sind diese Angaben der Inhaltsstoffe immer in Verbindung mit der Futteraufnahme zu beachten.
Die Ansprüche an das Legefutter II ab der 22. Lebenswoche liegen deutlich unter dem eines Legefutters I. In dieser Legephase können der Rohproteingehalt und die Aminosäurengehalte zurückgefahren werden. Die Versorgung mit Calcium muss dagegen in diesem Bereich angehoben werden.
