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Markt
17.01.2012

Globale Markttrends – regionale Herausforderungen: Tierische Veredelung in Deutschland sichern!

„Steigende Wertschöpfung und Wachstumsperspektiven für das Agribusiness in Deutschland können im nächsten Jahrzehnt nur durch Agrarexporte gesichert werden“, betonte Dr. Henning Ehlers, Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

Als Zukunftsbranche steht die deutsche Agrarwirtschaft in der Mitverantwortung, eine kontinuierlich wachsende Weltbevölkerung mit hochwertigen, nachhaltig erzeugten Nahrungsmitteln zu versorgen. „Die Nachfrage nach Lebens- und Futtermitteln wird sich in den nächsten 25 Jahren trotz Finanzkrise verdoppeln. Der Bevölkerungszuwachs erfolgt jedoch in Drittländern und nicht in der EU. Exporte von Qualitätsprodukten werden somit das Zünglein an der Waage für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg der Agrarunternehmen sein“, führte Dr. Ehlers aus.

Die Wettbewerbsfähigkeit insbesondere der deutschen Milch- und Veredelungswirtschaft hänge laut Ehlers in hohem Maße von der weiteren Ausgestaltung der Energiepolitik ab. Die Förderung der Biogaserzeugung habe zur Zunahme der Flächenkonkurrenz und zu steigenden Pacht- und Bodenpreisen geführt. Als Ergebnis dieser Entwicklung stelle der DRV bereits eine spürbare Verknappung von Agrarrohstoffen im Markt fest.

„In der Folge müssen Futtermittel verstärkt importiert und Veredelungsbetriebe teilweise aufgrund gestiegener Rohstoffkosten aus der Produktion aussteigen. Diese Entwicklung ist nur zu stoppen, wenn wir die Produktivität im züchterischen und technischen Bereich konsequent ausbauen und fördern. Darüber hinaus müssen bei der Biogaserzeugung verstärkt Reststoffe zum Einsatz kommen. Anderenfalls werden dauerhaft Arbeitsplätze in der Veredelungswirtschaft verloren gehen. Die nachhaltige Wertschöpfung im ländlichen Raum, in dem die Raiffeisen-Genossenschaften tätig sind, wird gefährdet“, so der DRV-Geschäftsführer.