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Markt
31.05.2010

Geflügelfleischproduktion wächst nach wie vor

Geflügelfleisch kann nach wie vor weltweit mit hohen Zuwachsraten punkten. Für das laufende Jahr erwarten Experten weltweit wieder eine Zunahme der Produktion, und zwar um 3 Prozent auf 73,9 Mio. Tonnen kochfertige Ware. Der Verbrauch dürfte um 3,2 Prozent auf 73,4 Mio. Tonnen zulegen und damit hinter der Erzeugung zurück bleiben, meldete der niedersächsische Landvolk Pressedienst.

Größter Erzeuger von Hähnchenfleisch ist nach wie vor die USA mit einer für 2010 erwarteten Produktion von 16,3 Mio. Tonnen. An zweiter Stelle folgt China mit rund 12,55 Mio. Tonnen. Drittwichtigster Erzeuger weltweit ist Brasilien mit insgessamt 11,42 Mio. Tonnen. Während in der Europäischen Union lediglich 8,7 Mio. Tonnen Hähnchenfleisch erzeugt werden sollen, folgen mit deutlichem Abstand Mexiko mit 2,79 Mio. Tonnen und Indien mit 2,65 Mio. Tonnen.

Die russische Geflügelerzeugung macht zwar nur einen geringen Teil der globalen Geflügelproduktion aus, weist im Vergleich zu 2009 im Mittel Wachstumsrate von bis zu 11,5 Prozent auf. Auch Argentinien wird laut Landvolk Pressedienst in diesem Jahr um zehn Prozent auf 1,65 Mio. Tonnen zulegen.

Die größten Erzeugerländer sind auch die größten Verbraucher, allen voran die USA mit einem erwarteten Konsum von 13,66 Mio. Tonnen. Zugleich sind die USA zweitgrößter Exporteur nach Brasilien, deren Ausfuhren allerdings in diesem Jahr unter der kräftigen Produktionsausweitung Russlands zur Eigenversorgung leiden dürften. Zweitgrößter Verbraucher von Hähnchenfleisch ist China. Dort soll der Konsum laut Landvolk Pressedienst in diesem Jahr mit 12,68 Mio. Tonnen die Eigenerzeugung knapp überschreiten. Der drittgrößte Produzent Brasilien steht beim Konsum mit 8,07 Mio. Tonnen lediglich an vierter Stelle nach der Europäischen Union. Während sich die EU mit einem Verbrauch von 8,65 Mio. Tonnen selbst versorgen kann, muss Brasilien ungefähr ein Drittel seiner Erzeugung auf dem Weltmarkt absetzen. Das südamerikanische Land steht deshalb in der Rangfolge der Exporteure mit 3,35 Mio. Tonnen mit Abstand an erster Stelle. Deutliche Versorgungsdefizite haben Mexiko, Russland und Indien. So ist Russland der größte Importeur von Hähnchenfleisch - dicht gefolgt von der EU, die fast genauso viel Hähnchenfleisch einführt, wie sie exportiert.

Obwohl die Gemeinschaft inzwischen mehr Hähnchenfleisch erzeugt als in ihren Grenzen verbraucht wird und Deutschland einen Selbstversorgungsgrad von mehr als 100 Prozent besitzt, sieht die Branche weiterhin gute Wachstumsmöglichkeiten. Der Grund sind nach Angabe des Pressedienstes die hohen Zuwachsraten des in Deutschland noch unterdurchschnittlichen Verbrauchs und die guten Aussichten im Export.