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Betriebsreportage
10.02.2003

Fohlenfütterung - der richtige Start ins Leben!

Was ist wichtig für einen guten Start ins Pferdeleben und worauf muss bei der Fütterung der Fohlen besonders geachtet werden?

Die passive Immunisierung der Fohlen erfolgt über die Kolostrumaufnahme, die innerhalb der ersten 1 bis 2 Stunden nach der Geburt erfolgen sollte.

In den ersten 4 Lebenswochen werden die Nährstoffansprüche der Fohlen über die Stutenmilch gedeckt.
Ein Fohlen saugt ca. 50 mal pro Tag an der Stute. Die tägliche Milchmengenaufnahme liegt bei ca 14 Liter.
Probleme in der Entwicklung der Fohlen entstehen dann durch einen Milchmangel der Stute. Die Fohlen müssen entweder an eine Ammenstute versetzt werden (was in der Praxis fast unmöglich ist) oder eine Milchaustauschertränke erhalten.

Mit der Beifütterung von Trockenfutter sollte spätestens nach der 4. Lebenswoche begonnen werden, da ab diesem Zeitpunkt die Energiemenge, die das Fohlen über die Milch aufnimmt, nicht mehr ausreicht.

Ein Warmblutfohlen nimmt ca. 0,5 kg Beifutter im 3. Lebensmonat auf. Diese Menge erhöht sich auf 1,5 bis 2,5 kg im 5. bis 6. Lebensmonat.

Angeboten werden sollte eine hochwertiger Fohlenstarter mit folgenden Inhaltsstoffen:
16 % XP
max. 10 % XF
1,6 % Ca
0,4 % P
0,4 % Na
0,2 % Mg

Eine Eigenmischung mit den entsprechenden Werten steht Ihnen zum Download zur Verfügung.

Zusätzlich muss qualitativ hochwertiges Heu angeboten werden.

Aufgrund dieser intensiven Wachstumsphase in den ersten 5 bis 6 Lebensmonaten wiegt das Fohlen bis zum Ende des ersten Lebensjahres ca. 60 % seines Endgewichtes.

Probleme bei der Fütterung:
Eine zu intensive Nährstoffzufuhr richtet unter Umständen großen Schaden an. Deshalb richtet sich die Intensität der Beifütterung nach der Entwicklung des Fohlens.
Die Fohlen sollten frühzeitig Auslauf erhalten.
Wichtig ist die Versorgung mit Mineralstoffen, dabei ist besonders auf eine ausreichende Kupferversorgung zu achten. Kupfer spielt eine wichtige Rolle bei der Bildung der Knochensubstanz.