Quelle: agrar-press
Ferkelpreisvergleich startet
Zusätzlich zu dem seit vier Jahren durchgeführten Abrechnungsvergleich für Schlachtschweine, gibt es nun einen bundesweiten Ferkelpreisvergleich für Ferkelerzeuger, der vom Deutschen Bauernverband (DBV) angeboten wird. Ziel des Ferkelpreisvergleichs ist es, die Markttransparenz im Ferkelmarkt deutlich zu verbessern.
Wie der Verband mitteilte, gibt es zahlreiche Notierungen, nach denen abgerechnet werden kann. Diese Notierungen besitzen unterschiedliche Basisgewichte und beziehen sich auf verschiedene Partiegrößen. Hinzukommt eine Reihe von Zu- und Abschlägen, die dem Ferkelerzeuger einen direkten Vergleich der Ferkelpreise erschweren.
Im Rahmen eines Pilotprojekts ist das Rechenmodell erarbeitet worden. Da die Betriebsgrößen sehr unterschiedlich sind, sieht dieses Rechenmodell mehrere Größenklassen vor, und zwar nach Anzahl der jährlich verkauften Ferkel je Betrieb. Um das Preisgefüge zu berücksichtigen, gibt es eine regionale Unterscheidung der Erzeuger nach Nord und Süd. Dabei zählen die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern zur Region Süd und die übrigen Bundesländer gehören zur Region Nord.
Alle teilnehmenden Ferkelerzeuger erhalten drei- bis viermal pro Jahr eine Auswertung ihrer Ferkelpartien. Daraus geht hervor, wie die Ferkel im Vergleich zu gleichgroßen Betrieben vermarktet worden sind. Grundlage sind die Ferkelabrechnungen, die regelmäßig zum DBV gefaxt werden müssen. Dafür sollte ein Fragebogen verwendet werden, den der DBV allen teilnehmenden Betrieben zur Verfügung stellt.
Die Kosten für den Ferkelpreisvergleich belaufen sich pro Betrieb und Jahr auf 95 Euro unabhängig von der Anzahl der Ferkelabrechnungen. Interessenten können sich beim DBV melden, Ansprechpartnerin ist Christa Niemann, christa.niemann(at)wlv.de