Versuchsberichte
09.05.2011

Ferkelfütterung mit heimischen Sojaprodukten - 20/15 % Sojakuchen, extrudiert - 27/20 % Vollfettsojabohnen, geröstet

Alle heimischen Sojabohnenabkömmlinge zu unterschiedlichen Anteilen im Ferkelfutter verringern gegenüber der Kontrolle mit alleiniger Eiweißergänzung „Sojaschrot“ sowohl die Futteraufnahme als auch die Leistung. Ein vollwertiger Sojaextraktionsschrotersatz ist deshalb nicht gegeben. Eine Preiswürdigkeitsberechnung muss Minderleistungen, Mehrumweltbelastung und technischen und arbeitswirtschaftlichen Mehraufwand sowie mögliche Einbußen bei der Produktqualität miteinbeziehen.

Rohe Vollfettsojabohnen sind kein Ferkelfutter 30 % Minderzunahmen und enorme Futterdepressionen sind indiskutabel!

Die nach dem Verdauungsversuch für Sojakuchen-extrudiert bereits empfohlene Einsatzrate von 8 bis 12 % scheint eher zu passen als die 15 % oder später 20 % im Aufzuchttest. Der Vorteil von Sojakuchen liegt in der Teilentölung und damit dem geringeren Druck auf die Qualität des Schweinespecks.

Vollfettbohnengeröstet scheinen bis zu 8 % (knappe Futteraufnahme v.a. am Anfang!) in Ferkelaufzuchtrationen zu passen. Die im Datenblatt empfohlenen 4- 6 % sind trotzdem nicht verkehrt. Mit dieser Eisatzrate wird der Polyensäuredruck gemindert, der Energieüberhöhung vorgebeugt (Ferkel fressen nach Energiesättigung) und die Ration ballaststoffreicher (Rohfaser).

Den kompletten Versuchsbericht erhalten Sie hier als PDF.