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Grundlagen-Rinder
27.11.2009

Eiweißüberversorgung bei Hochleistungskühen

Durch einen Energiemangel in der Gesamtration bei Milchkühen kann eine Eiweißüberversorgung nicht oder häufig nur unzureichend ausgeglichen werden.

Das Futterprotein wird bei Wiederkäuern je nach Proteinquelle überwiegend in den Vormägen abgebaut. Das dabei freiwerdende Ammoniak wird als Stickstoffquelle von den Bakterien und Protozoen zur Eiweißsynthese genutzt (Bakterienprotein).

Übersteigt die Versorgung mit Stickstoff aus dem Futtereiweiß oder den NPN-Verbindungen die Kapazität des Proteinbildungsvermögens in den Vormägen, muss das überschüssige Ammoniak in der Leber zu Harnstoff umgebaut werden.

Deshalb stellt eine zu hohe Eiweißversorgung, besonders für Hochleistungskühe, in vielen Fällen eine Belastung der Tiere dar, die sich in Fruchtbarkeitsproblemen und dem Harnstoffgehalt in der Milch widerspiegeln.

Durch den Einsatz von pansenstabilen Aminosäuren können vor diesem Hintergrund gezielt Bedarfslücken geschlossen werden, ohne dass die Ammoniakkonzentration im Pansen erhöht wird.