Einsatz von hohen Anteilen von behandeltem und unbehandeltem Rapskuchen in der Schweinefütterung
Im vorliegenden Versuch wurden in einem Steigerungsversuch unterschiedliche Mengen an Rapskuchen an Mastschweine verfüttert. Die Anteile beliefen sich im Anfangsmast-/Endmastfutter auf 0/0, 5/7,5 und 7,5/12,5 %, wobei die letzte Gruppe einmal mit unbehandeltem und einmal mit druckhydrothermisch behandeltem Rapskuchen gefüttert wurde.
Hinsichtlich der biologischen Leistungen konnte kein negativer Einfluss des Rapsextraktionsschrotes erkannt werden. Die Zunahmen und Futteraufnahmen waren zwar leicht reduziert, der Futteraufwand und Schlachtleistungen aber gerade in der hohen Rapsgruppe mit behandeltem Rapskuchen leicht verbessert.
Die Abnahme des Jodbestandes der Schilddrüse in den Rapskuchengruppen war innerhalb der Referenzbereiche für Mastschweine und kann als Adaptation der Tiere an die geringen Glucosinolatmengen gewertet werden. Die signifikant höhere thyreoidale Jodkonzentration der Schweine mit dem behandelten gegenüber dem unbehandelten Rapskuchen belegt die Effizienz der Verminderung der Glucosinolate durch die druckhydrothermische Behandlung. Bei der Betrachtung der Fettsäurezusammensetzung des Schweinespecks zeigte sich eine signifikante Erhöhung der mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Dabei verschob sich das Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren zu Gunsten der Omega-3-Fettsäuren.