
Die Verdauung beim Pferd
Die Verdauungsprozesse beginnen in der Maulhöhle und enden im Dickdarm. Die verschiedenen Abschnitte zeigen unterschiedliche Aufgaben.
Der Verdauungsprozess beginnt in der Maulhöhle. Die Nahrung wird dort zerkleinert und eingespeichelt. Unter natürlichen Bedingungen beträgt die Zeit der Futteraufnahme bis zu 18 Stunden am Tag.
Eine hohe Speichelsekretion macht den Nahrungsbrei gleitfähig und beeinflusst die pH-Wert Absenkung im Magen.
Der Magen des Pferdes hat ein Fassungsvermögen von 12 - 14 Litern. Die Aufnahmefähigkeit für Trockenmasse beträgt ca. 2% der Lebendmasse.
Eine gute Durchsaftung des in den Magen eingetretenen Futters hat auf die Eiweißverdauung im Magen einen positiven Einfluss.
Die Aufgabe des Pförtners am unteren Ende des Magens besteht darin, den Darm nur portionsweise mit Mageninhalt zu beschicken.
Der Dünndarm besteht aus dem Zwölffingerdarm, dem Leerdarm und dem Hüftdarm.
Drei verschiedene Sekrete wirken auf die Verdauung der Nahrung ein. Der Darmsaft, der in der Darmschleimhaut gebildet wird, das Sekret der Bauchspeicheldrüse und die Gallenflüssigkeit, die in der Leber gebildet wird.
Der Dickdarm besteht aus dem Blinddarm, dem Grimmdarm und dem Mastdarm. Der Nahrungsbrei, der aus dem Dünndarm kommt, hat einen TS-Gehalt von 5%.
Im Blinddarm wird die Celluloseverdauung eingeleitet, während im Dickdarm der Celluloseabbau durch Bakterien vollzogen wird.
Die Eindickung des flüssigen Dünndarminhalts findet in den hinteren Abschnitten des Dickdarmes statt.
Die Durchgangszeit der Nahrung durch den Verdauungskanal beginnt ca. 20 Stunden nach der Futteraufnahme und endet nach 4 - 5 Tagen.