
Die Gänsemast - eine ökonomisch und arbeitswirtschaftlich interessante Alterantive
Bei vielen Familien besteht das klassische Weihnachtsessen aus Gänsebraten. Die Gänsemast ist in Deutschland bisher jedoch nur ein Nischenbereich.
Die Gänse werden in Deutschland überwiegend extensiv, d.h. auf Weiden gemästet.
Durch die saisonalen Absetzschwerpunkte, vor allem an Weihnachten und Martini, eignet sich die Gänsemast auch für Milchviehbetriebe.
Der Selbstversorgungsgrad liegt in Deutschland unter 13 %, bei einem durchschnittlichen pro Kopf Verbrauch von 300 g pro Jahr.
Die Tiere werden überwiegend aus Polen oder Ungarn importiert, wo sie meistens in einer intensiver Tierhaltung gemästet werden.
Die Nachfrage für deutsches Gänsefleisch ist augfgrund der Anforderungen der Verbraucher an eine tiergerechte Haltung steigend.
Die Gans besitzt unter den Geflügelarten die schlechteste Futterverwertung (1:3,5 - 4).
Die Gänsemast kann man in drei Phasen unterteilen:
1. Phase: die Aufzucht (1. - 4. Woche),
2. Phase: die Weideperiode (5. - 20. Woche)
3. Phase: die Endmast (21. - 25. Woche).
Das Futter muss den einzelnen Phasen angepasst werden.
In der Aufzucht (Phase 1) soll die angebotene Mischung einen Rohproteingehalt von ca.
17 % aufweisen. Der Energiegehalt der Mischung sollte 11 MJME betragen einer umsetzbaren Energie von 11,0 MJME.
Die Mischung kann z.B. aus:
35 % Weizen
20 % Gerste
15 % Hafer
20 & Mais oder CCM
7 % Sojaschrot
1 % Sojaöl
2 % Kalk bzw. Mineralfutter
bestehen.
Während der Weideperiode (Phase 2) muss den Tieren täglich ca. 150 g Quetschhafer als Energieergänzung zum Gras angeboten werden.
In der Endmast (Phase 3) sollte der Rohproteingehalt auf 18 % bei einem Energiegehalt von 11,6 MJME erhöht werden.
Folgende Mischung kann in der Endmast eingesetzt werden:
30 % Weizen
40 % Mais oder CCM
27 % Sojaschrot
1 % Sojaöl
2 % Kalk oder Mineralfutter