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Futtermittel, Markt
20.05.2010

Deutscher Raiffeisenverband aktualisiert Ernteschätzung

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat die Schätzungen zur Getreide- und Ölsaatenernte 2010 nach den ergiebigen Niederschlägen der letzten Wochen leicht angehoben.

Die Getreideernte wird derzeit auf 46,5 Mio. t veranschlagt, gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Mengenrückgang um 3,3 Mio. t. bzw. 6,6 Prozent. In der Aprilschätzung ging der DRV noch von einer Produktion von 46,1 Mio. t aus. Die aktuell höher angesetzten Erträge, insbesondere in den westlichen und südwestlichen Bundesländern, werden jedoch von teilweise deutlich schlechteren Ertragsaussichten in den nordöstlichen Regionen begleitet. Im Vergleich zum Vorjahr erwartet der DRV in Deutschland knapp 3,6 Prozent niedrigere Getreide-Durchschnittserträge.

In den Kalkulationen sind die aktualisierten Flächenschätzungen des Statistischen Bundesamtes berücksichtigt. Danach wird die Getreidefläche auf 6,7 Mio. ha veranschlagt, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Einschränkung um rund 200.000 ha bzw. knapp 3,3 Prozent.

Rapsfläche ausgedehnt

Bei Ölsaaten erwartet der DRV eine regional sehr unterschiedliche Ertragsentwicklung. Danach ergibt sich eine Rapsernte von 5,8 Mio. t. Dadurch wird das Vorjahresergebnis von 6,3 Mio. t um 7,6 Prozent verfehlt. Mehr Sonnenschein während der Rapsblüte hätte die Ertragsaussichten verbessert. Der bundesweite Durchschnittsertrag wird vom DRV derzeit auf 39,2 dt veranschlagt. Dies wären je Hektar Anbaufläche knapp 350 kg oder 8,7 Prozent weniger als 2009. Die Rapsfläche wurde um 1,1 Prozent oder rund 20.000 ha auf 1,44 Mio. ha ausgedehnt.