Stichwort
24.10.2003

Brottrunk und Fermentgetreide in der Tierernährung

Die Fermentation ist eine der ältesten Methoden, Futter bzw. Futterkomponenten zu konservieren. In einer kleinen Serie von Betriebsreportagen wollen wir Ihnen einige Betriebe vorstellen, bei denen das Fermentgetreide in der Fütterung eine bedeutende Rolle spielt.

Bei der Fermentation werden Lakto-Bazillen aktiviert, unter Luftabschluss vermehren sie sich und produzieren dabei Milchsäure, der pH-Wert im Futter sinkt ab.

Grundlage für den Brottrunk ist Volkornsauerteigbrot (Weizen, Roggen und Hafer versetzt mit Wasser, Salz und Sauerteig).
Das Brot wird mit Quellwasser versehen und monatelangen Gärprozessen unterworfen.
Es entstehen Brotgetreidesäurebakterien, Milchsäure und Enzyme.
Sind die Gärprozess beendet, wird der fertige Brottrunk abgezogen, gefiltert und abgefüllt.
Die Gärsubstanz die übrig bleibt, wird getrocknet und vermahlen. Diese Substanz wird als Fermentgetreide bezeichnet.

Inhaltsstoffe
Der Säurewert liegt bei pH 3. Der Energiegehalt bei 56 kcal je Liter Brottrunk. Enthalten sind zudem ca.1% Milchsäure, 5 Mio. koloniebildende lebende Brotmilchsäurebakterien je ml Brottrunk, Mineralien, Vitamine und Aminosäuren.

Milchsäure
Die Milchsäure hat eine positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Milchsäurebakterien säuern das Milieu an und sind Gegenspieler von Fäulniskeimen.
Die Brotmilchsäure hilft, das Eiweiß aus der Nahrung besser aufzuschließen. Sie hilft beim Auflösen von Harnsäureablagerungen.
Die Brotsäure ist ein flüssiger Ballaststoff!
Das Säuren – Basen – Gleichgewichtes wird aufrechterhalten.