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Beleuchtung im Milchviehstall
Kühe haben ein elementares Bedürfnis nach Licht. Aus diesem Grunde ist es von großer Bedeutung, dass vor allem in der dunklen Jahreszeit Leuchtmittel und Leuchten in Ordnung sind. Zu bedenken ist auch, dass das Licht auch dann eingeschaltet bleiben sollte, auch wenn wir uns selber nicht im Stall aufhalten.
Durch die Einführung von Beleuchtungsprogrammen mit einem Intervall von 16 Stunden Licht und 8 Stunden Dunkelheit bei einer Lichtintensität von 150 Lux, wird die Milchleistung durch die Wirkungen auf die Hormone Serotonin und Melatonin im Blut positiv beeinflusst. Berücksichtigt man allerdings die Investitionskosten und die Unterhaltungskosten für ein Beleuchtungsprogramm in Bezug auf Energie und Material, geht diese Rechnung nicht zwingend auf. Die Kühe erreichen zwar eine höhere Leistung, aber diese Mehrleistung ist nur bei den Kühen zu erwarten, die in den Monaten mit kurzen Tagen, also in der Zeit von Dezember – März abkalben. Bei einer gleichmäßig verteilten Abkalberate könnte die nachgewiesene Leistungssteigerung bei etwa 27% der Kühe kalkuliert werden.
Aber auch ohne Beleuchtungsprogramm wird durch das Licht mit ca. 100 Lux, die Aktivität der Kühe positiv beeinflusst, so dass auch schon allein hierdurch zusätzliche Leistungseffekte durch eine höhere Futteraufnahme zu erwarten sind.
Aus ökonomischen Gründen sollte die Beleuchtung so ausgerichtet werden, dass die Helligkeit im Stall min. 130 Lux beträgt und die Leuchten morgens von 5:30 Uhr bis 08:00 Uhr und abends von 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr per Zeitschaltuhr eingeschaltet werden sollten. Da Leuchtstoffröhren temperaturabhängig sind und vor allem bei niedrigen Temperaturen nicht in der Lage sind, ihr ganzes Lichtpotential zu nutzen sollte man bei der Neuinstallation auf Hochdruckdampflampen setzen. Die Lichtausbeute und die Verteilung des Lichtes dieser Leuchten sind aus energetischer und physiologischer Sicht als ideal zu bezeichnen.
Mit Abstand die höchste Energieeffizienz haben die gelb leuchtenden Natriumdampfleuchten. Mit über 130 Lumen je Watt und einer Lebenserwartung von ca. 20.000 Stunden sind sie anderen Hochdruckdampflampen deutlich überlegen.
Einen besonderen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit haben aber auch die Lampenarmaturen mit ihrer Abstrahlcharakteristik sowie die Positionierung der Leuchten, denn mit jedem Meter den die Leuchten höher gehängt werden, reduziert sich die Lichtausbeute am Tier deutlich.
Für die richtige Lichtausbeute in den Wintermonaten sollten Sie folgendes beachten:
- Halten sie die Armaturen sauber
- Tauschen Sie defekte und flimmernde Birnen/Leuchtstoffröhren sofort aus
- Achten Sie beim Ersatz von Leuchtstoffröhren auf die richtige „Lichtfarbe“, für den Stall am besten geeignet ist „daylight“
- Lassen Sie das Licht auch außerhalb ihrer Anwesenheit im Stall morgens und abends eingeschaltet
- Wechseln Sie auf Hochdruckdampflampen wenn die Beleuchtung saniert werden soll