Gesundheit
16.06.2004

Alternative Medizin für landwirtschaftliche Nutztiere

Pferdebesitzer erwarten zunehmend, dass ihr Tierarzt neben der klassischen Medizin auch alternative Behandlungsmethoden beherrscht.

Bei Störungen im Bewegungsablauf kann eine chiropraktische Behandlung erfolgreich sein. Der geschulte Chiropraktiker muss über ein fundiertes Wissen in Anatomie, Neurophysiologie, Biomechanik sowie Pathologie und Rehabilitation verfügen. Er muss genau wissen, wie stark und wo er gezielt den Stoß (thrust) am Tier ausführen muss. Außerdem muss er abschätzen können, ob die chiropraktische Behandlung erfolgversprechend ist, oder ob eine medizinische oder chirurgische Therapie angezeigt sind. Chiropraktische Behandlungen haben ihren Platz auch in der Rehabilitation sowie als ergänzende Behandlung. Die chiropraktische Behandlung sollte nicht als "letzte Rettung" bei austherapierten Tieren betrachtet werden. Wie in einem Beitrag in der Fachzeitschrift "Der Praktische Tierarzt" ausgeführt wird, werden die besten Erfolge im Frühstadium der Störungen erzielt. Gerade im Hochleistungssport wird die Chiropraktik prophylaktisch eingesetzt, um subklinische Probleme vor dem Auftreten von Leistungseinbußen zu beheben. Über den Einsatz von "pulsierenden elektromagnetischen Feldern" wurde kürzlich im "Schweizer Bauer" berichtet. Mit dem Bemer-System (Bio-Elektro-Magnetische Energie-Regulation) ließ sich die Durchblutung des Körpers verbessern (die "Verklumpung" der roten Blutkörperchen ging zurück), neben Stoffwechselmobilisation und Entstörung von Regelkreisen ließen sich auch die Selbstheilungskräfte aktivieren. Die Behandlung wurde erfolgreich angewandt bei einem Jagdhund, Geflügel, Rindern und Pferden. In Lausanne wird eine wissenschaftliche Studie an Schweinen durchgeführt. Den zu behandelnden Tieren wird eine Magnetmatte
z. B. auf den Rücken gelegt. Mit einem "Intensiv Applikator" konnte der Heilungsprozess bei Wunden, Euterentzündungen u. ä. beschleunigt werden. Bei schwerer Arthrose stößt die Magnetfeld-Therapie allerdings an ihre Grenzen und kann nicht mehr helfen.

Quelle: AID