40 Jahre Veredlunsgproduktion - Teil 3 - proteinmarkt.de - Infoportal für Landwirte


Zeitschrift Veredelungsproduktion - aktuell
06.11.2008

40 Jahre Veredlunsgproduktion - Teil 3

„Für die Zukunft des Milchviehbetriebes ist immer die Betriebsleiterfamilie verantwortlich“

Bernhard Gasteiger, Landwirtschaftsmeister, Familienbetrieb mit 65 Milchkühen und Nachzucht, Irschenberg Für die Entwicklung seines Betriebes ist jeder selbst verantwortlich. Am Anfang steht eine fundierte praxisorientierte Ausbildung zum Landwirt. Für die betriebliche Entwicklung müssen dann klar defi nierte Ziele gesetzt werden, deren Erreichen kontrolliert werden kann.
Lernt der Nachwuchs erst einmal einen anderen Beruf, ist das meist der Ausstieg vom Vollerwerbsbetrieb. Für die Zukunft des Milchviehbetriebes ist immer die Betriebsleiterfamilie verantwortlich. Sind zwei arbeitsfähige Generationen am Betrieb, sollten Wachstumsschritte in Angriff genommen
werden. Die Regel „Erst besser, dann größer“ darf dabei nicht übersehen werden.
Die Kühe und Kälber brauchen luftige Ställe, einen sauberen trockenen Liegeplatz, eine genau abgestimmte Fütterung, Ruhe und fürsorgliche Zuwendung. Aber auch für uns Milchbauern müssen die Arbeitsbedingungen
so gestaltet sein, dass wir Freude an der Arbeit haben, den Nutzen unserer Arbeitsleistung erkennen und ständig an den vielen kleinen Schrauben drehen können, um den Erfolg zu verbessern.
Wir erhalten eine intakte Kulturlandschaft, die unsere Gesellschaft als Lebensgrundlage benötigt. Dies muss weiterhin honoriert werden. Wer gerne mit Rindern umgeht und nicht lieber mit großen teuren Maschinen herumfährt, wer seine Produktionskosten kennt und im Griff behält, wird auch in Zukunft rentable Milchviehhaltung betreiben.